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Beschreibung
Avers: VALERIANVS. P. F. AVG
Revers: VIRTVS - AVGG
Der Revers zeigt Virtus, die Personifikation der militärischen Tapferkeit, dargestellt als stehender Soldat, nach links gewandt, der in der linken Hand eine Lanze und in der rechten Hand eine Victoria hält. Diese Ikonographie ist charakteristisch für die Reichsprägungen des 3. Jahrhunderts, einer Epoche, in der die Betonung kriegerischer Tugenden einen zentralen Platz im offiziellen Diskurs einnahm.
Valerian I. gelangte 253 an die Macht, in einem Reich, das durch die Krise des 3. Jahrhunderts tiefgreifend geschwächt war. Die Grenzen standen unter dauerhaftem Druck: Die Alamannen und Franken bedrohten den Rheinlimes und die Donaugebiete, während im Osten der Aufstieg des Sassanidenreiches unter Schapur I. eine wachsende Bedrohung darstellte. Valerian erhob seinen Sohn Gallienus zum Mitregenten und widmete sich vorwiegend der Verteidigung des Ostens. Die Prägung dieses Antoninians in Trier, einer strategisch günstig gelegenen Münzstätte in der Nähe der Rheinfront, die insbesondere zur Versorgung der Heere diente, fügt sich unmittelbar in diesen angespannten militärischen Kontext ein. Die Wahl von Virtus auf dem Revers entspricht der Notwendigkeit, die kaiserliche Macht durch die Betonung von Stärke und militärischer Entschlossenheit des Kaisers zu legitimieren, zu einer Zeit, als die Stabilität des Reiches weitgehend von der Fähigkeit der Legionen abhing, äußere Bedrohungen abzuwehren.
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