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Beschreibung
Dieser Bronze-Tetrachalkon wurde unter der Herrschaft von Sanatrukes I. von Parthien, Herrscher der Arsakiden-Dynastie, zwischen 93 und 70 v. Chr. geprägt. Die Rückseite dieser Münze ist mit der Figur des Pegasus, dem geflügelten Pferd der griechischen Mythologie, verziert ? ein Motiv, das den anhaltenden hellenistischen Einfluss auf die parthische Münzprägung belegt.
Sanatrukes I. bestieg den parthischen Thron in einem Umfeld dynastischer Wirren, nach einer Phase von Nachfolgekämpfen innerhalb der Arsakiden-Dynastie. Bereits im fortgeschrittenen Alter bei seiner Thronbesteigung musste er sich dem Ehrgeiz des Adels stellen und den Zusammenhalt eines Reiches wahren, das sich von Mesopotamien bis in den östlichen Iran erstreckte. Seine Herrschaft war zeitgleich mit den Mithridatischen Kriegen, die Rom gegen das Königreich Pontos führte ? Konflikte, in denen die Parther in der Regel eine vorsichtige Politik verfolgten und ihre Interessen gegenüber den Großmächten der Region zu wahren suchten. Im Osten musste das Königreich zudem die Bewegungen der nomadischen Steppenvölker im Auge behalten. In dieser Zeit festigte das Partherreich schrittweise seine politischen Strukturen und behauptete seine eigene Identität, indem es iranische Traditionen mit hellenistischem Kulturerbe verband, wie die Ikonographie dieser Münzprägung eindrucksvoll zeigt.
Die Wahl des Bronzematerials für diesen Tetrachalkon entspricht den Prägungen geringen Wertes, die für den alltäglichen Zahlungsverkehr im Partherreich bestimmt waren.
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