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Beschreibung
Avers: VALERIANVS. P. F. AVG
Revers: DEO VOLKANO
Der historische Kontext dieser Prägung ist von einer kritischen Phase für das Römische Reich geprägt, die häufig als Krise des 3. Jahrhunderts bezeichnet wird. Valerian I., der 253 an die Macht kam, versuchte, ein Territorium zu stabilisieren, das auf mehreren Fronten durch die Einfälle der Goten und Alamannen sowie durch den Druck der Sassaniden im Osten bedroht war.
Die Münzausgabe, die Vulkan, den römischen Gott des Feuers und der Metallurgie, in den Vordergrund stellt, trägt hier eine starke symbolische Dimension. Durch die Beschwörung der Figur des göttlichen Schmieds unterstreicht die kaiserliche Autorität die schöpferische Kraft und die Stärke des Staates in einer Phase des militärischen und wirtschaftlichen Zerfalls. Die Darstellung des Tempels verstärkt die Idee eines göttlichen Schutzes, der die Integrität des Reiches sichert.
Trotz dieser numismatischen Propagandabemühungen wurde die Herrschaft Valerians I. tragisch durch seine Gefangennahme im Jahr 260 in der Schlacht von Edessa gegen den sassanidischen König Schapur I. geprägt, was ihn zum einzigen römischen Kaiser machte, der jemals von einem auswärtigen Feind gefangen genommen wurde. Dieses Ereignis erschütterte nachhaltig die Stabilität der kaiserlichen Macht und das Vertrauen der Bürger.
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