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Beschreibung
Dieser anonyme Fals wurde während der Herrschaft des umayyadischen Kalifen Abd al-Malik ibn Marwan zwischen 685 und 705 in der Münzstätte Iliya geprägt, dem arabischen Namen für Jerusalem in der Frühzeit des Islam.
Der anonyme Charakter dieses Fals ist repräsentativ für einige der ersten umayyadischen Prägungen aus Palästina. Diese Münzen zeugen von einer Übergangszeit, in der sich die Münzstätten des Kalifats schrittweise von den aus byzantinischen und sasanidischen Traditionen übernommenen Vorbildern entfernten, um ein spezifisch islamisches Münzwesen zu entwickeln.
Abd al-Malik ibn Marwan ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte des Umayyadenkalifats. Seine Herrschaft war von wichtigen administrativen und monetären Reformen geprägt. Ab 696?697 führte er eine Münzreform durch, die zur Einführung epigraphischer Münzen mit vorwiegend religiösen Inschriften führte und die früheren figürlichen Typen ablöste. Jerusalem, das dem Jund Filastin angegliedert war, kam dabei besondere Bedeutung zu. Unter seiner Herrschaft wurde der Felsendom errichtet, der 691?692 vollendet wurde ? ein emblematisches Bauwerk der frühislamischen Architektur. Diese Periode entspricht auch der endgültigen Konsolidierung der umayyadischen Macht nach dem Sieg über seinen Hauptrivalen Abd Allah ibn al-Zubayr, dessen Aufstand 692 endete. Die Münzprägungen von Iliya sind somit in einen Kontext politischer Stabilisierung, Machtzentrierung und Bekräftigung der Identität des jungen islamischen Reiches einzuordnen.
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