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Beschreibung
Vorderseite: IMP C M Q TRAIANVS DECIVS AVG
Rückseite: ADVENTVS AVG
Die Rückseite zeigt den Kaiser zu Pferd, nach links reitend, in der charakteristischen Haltung der adlocutio: Er hebt die rechte Hand in einer Ansprachegebärde und hält ein Szepter in der linken Hand, während das Pferd das rechte Vorderbein anhebt. Diese Reiter-Ikonographie, die aus der römischen Kaisertradition übernommen wurde, betont die militärische und zivile Autorität des Herrschers und stellt ihn als einen Kriegsherrn dar, der sich an seine Truppen wendet.
Trajan Decius regierte von 249 bis 251 in einer Zeit tiefer Krise des Römischen Reiches. Er gelangte an die Macht, nachdem er Philippus Arabs besiegt hatte, und strebte danach, die traditionellen römischen Werte wiederherzustellen, insbesondere durch das Christenverfolgungsedikt von 250, die erste kaiserliche Maßnahme von allgemeiner Reichweite gegen diese Gemeinschaft. Militärisch sah sich das Reich einem wachsenden Druck der Goten am Donaulimes ausgesetzt. Diese Instabilität an den nordöstlichen Grenzen band einen erheblichen Teil der militärischen und finanziellen Ressourcen Roms, während sich die Währungssituation weiter verschlechterte. Die Reiter-Ikonographie dieser Münzrückseite spiegelt somit den Wunsch nach kaiserlicher Legitimierung wider und projiziert das Bild eines Kaiser-Generals an der Spitze seiner Heere zu einem Zeitpunkt, als der Zusammenhalt des Reiches auf eine harte Probe gestellt wurde. Trajan Decius starb 251 in der Schlacht von Abrittus gegen die Goten.
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