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Beschreibung
Avers: IMP M IVL PHILIPPVS AVG
Revers: ANNONA AVGG
Der Revers zeigt Annona, die göttliche Personifikation der Getreideversorgung Roms, stehend und nach links gewandt. In der rechten Hand hält sie eine Weizenähre, in der linken ein Füllhorn. Zu ihren Füßen liegt ein modius, ein emblematisches Getreidemaß, das die Ernährungssymbolik der Figur verstärkt.
Philippus I., gebürtig aus Arabien, gelangte 244 nach dem Tod von Gordian III. an die Macht. Seine Herrschaft fiel in eine Zeit innerer Spannungen und wachsenden Drucks auf die Grenzen des Reiches, insbesondere von den Sassaniden im Osten und den germanischen Völkern im Norden. In den Jahren 247?248 feierte er mit großem Prunk das tausendjährige Bestehen Roms und bekräftigte damit seine kaiserliche Legitimität und seine Verbundenheit mit der römischen Tradition.
Die Darstellung der Annona auf dieser Münze ist keineswegs zufällig: Sie zeugt vom kaiserlichen Willen, die Stabilität der Getreideversorgung und den Wohlstand des Reiches zur Schau zu stellen, zu einem Zeitpunkt, als sich die politischen, militärischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten allmählich verschärften. Dieser ikonografische Typ, der in der Münzpropaganda der Epoche häufig vorkommt, sollte die römische Bevölkerung hinsichtlich der Fähigkeit des Kaisers beruhigen, die Versorgung der Hauptstadt zu gewährleisten.
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