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Beschreibung
Vorderseite: IMP CAES M ANT GORDIANVS AVG
Rückseite: P M TR P II COS P P
Die Rückseite zeigt den verschleierten Kaiser, stehend, nach links gewandt, bekleidet mit dem Paludamentum, dem für römische Feldherren und Kaiser charakteristischen Militärmantel. In der rechten Hand hält er eine Patera über einem brennenden Dreifuß und vollzieht damit einen Opfertrunk, während er in der linken Hand ein Szepter hält. Der verschleierte Kopf unterstreicht die Rolle des Kaisers als Pontifex Maximus, Garant der Verbindung zwischen Rom und seinen Göttern.
Gordian III. kam im Alter von dreizehn Jahren im Jahr 238 an die Macht, einem besonders unruhigen Jahr, in dem nicht weniger als sechs Kaiser aufeinander folgten. Seine Herrschaft markierte eine Phase relativer innerer Stabilität, obwohl das Reich starkem äußeren Druck ausgesetzt war, insbesondere seitens des Sassanidenreichs, das unter Schapur I. gefestigt wurde. Diese Emission von 239, zu Beginn seiner Regentschaft, spiegelt den Wunsch wider, den jungen Herrscher zu legitimieren. Die Opferdarstellung auf der Rückseite bekräftigt die kaiserliche Frömmigkeit und die Kontinuität des offiziellen Kultes ? grundlegende Werte der römischen Münzpropaganda ?, die dazu bestimmt waren, die pax deorum, d. h. den Frieden mit den Göttern, zu sichern, eine unabdingbare Voraussetzung für den Wohlstand des Reiches.
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