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Beschreibung
Dieser goldene Fanam wurde unter der Herrschaft von Tipu Sultan, dem Herrscher des Königreichs Mysore, im Jahr 1215 des Mauludi-Kalenders (1787 der Gemeinsamen Zeitrechnung) von der Münzstätte Patan ausgegeben.
Der Fanam ist eine der kleinsten Stückelungen des von Tipu Sultan eingeführten Münzsystems, der das Münzwesen von Mysore grundlegend reformierte, indem er eine neue Nomenklatur, einen eigenen Kalender sowie charakteristische Münztypen einführte, die mit den früheren Traditionen brachen. Die Prägung von Patan ist Teil des weitreichenden Netzwerks von Münzstätten, das der Herrscher aufbaute, um die Identität und Souveränität seines Königreichs zu bekräftigen.
Im Jahr 1787 festigte Tipu Sultan weiterhin seine Autorität, nachdem er 1782 die Nachfolge seines Vaters Hyder Ali angetreten hatte. Seine Herrschaft war geprägt von bedeutenden Verwaltungs-, Militär- und Wirtschaftsreformen sowie von wachsenden Spannungen mit der Britischen Ostindien-Kompanie und deren regionalen Verbündeten, insbesondere den Marathen und dem Nizam von Hyderabad. Der Zweite Anglo-Mysore-Krieg war einige Jahre zuvor mit dem Vertrag von Mangalore zu Ende gegangen, der dem Königreich eine Phase relativer Stabilität einräumte. Tipu Sultan nutzte diese Atempause, um die Institutionen des Staates zu stärken, insbesondere sein Münzsystem, indem er die Emissionen in seinen Gebieten vervielfachte. Diese Münze zeugt somit vom politischen und wirtschaftlichen Gestaltungswillen eines Herrschers, dessen Regentschaft mit dem Fall von Seringapatam im Jahr 1799 enden sollte.
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