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Beschreibung
Diese Silberdrachme wurde unter der Herrschaft von Kumaragupta I., dem Herrscher des Gupta-Reiches, zwischen 414 und 455 n. Chr. geprägt. Die Rückseite zeigt eine stilisierte Darstellung des Garuda, einer emblematischen Figur der Gupta-Dynastie und dem Reittier des Gottes Vishnu. Diese Ikonographie zeugt vom starken Einfluss des Vishnuismus innerhalb der Gupta-Monarchie. Die Münze wurde im westlichen Teil des Reiches geprägt, einer Region, die vom Erbe der Münztraditionen der indo-sassanidischen Dynastien und der westlichen Kshatrapas geprägt war.
Die Herrschaft Kumaguptas I. fällt in eine Zeit der Stabilität und des Wohlstands, die allgemein als das goldene Zeitalter der klassischen indischen Zivilisation gilt. Als Sohn von Chandragupta II. wahrte er die Integrität eines Reiches, das sich über weite Teile des indischen Subkontinents erstreckte. Seine Regierungszeit war jedoch von den ersten Druckversuchen der Hephthaliten an den nordwestlichen Grenzen geprägt, die jene Invasionen ankündigten, die nach seinem Tod zum schrittweisen Niedergang der Gupta-Macht beitragen sollten. Kumaragupta I. wird traditionell auch mit der Entwicklung der Universität Nalanda in Verbindung gebracht, die zu einem der bedeutendsten intellektuellen Zentren der buddhistischen und hinduistischen Welt werden sollte. Die Vielfalt seiner Münzprägung, die Gold-, Silber- und Kupferemissionen umfasst, spiegelt die administrative Komplexität und die regionalen Besonderheiten des Gupta-Reiches wider.
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