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Beschreibung
Avers: GALLIENVS P. F. AVG
Revers: GERMANICVS MAX V
Der Revers zeigt ein Trophäe germanischer Waffen, bestehend aus Rüstungen und militärischer Ausrüstung, die auf einem Schaft angeordnet sind, flankiert auf beiden Seiten von einem gefesselten barbarischen Gefangenen. Diese triumphale Ikonographie ist ein Element der römischen Kaiserpropaganda und veranschaulicht die militärische Überlegenheit Roms über seine Gegner.
Gallienus, Sohn und Mitkaiser des Valerian, regierte in einer besonders unruhigen Epoche der römischen Geschichte, die als Krise des dritten Jahrhunderts bekannt ist. Ab 253 stand das Reich unter starkem Druck an seinen Grenzen, insbesondere durch die germanischen Völker ? Alamannen, Franken und Goten ?, die immer wieder in römisches Gebiet einfielen. Zwischen 257 und 258 führte Gallienus mehrere Feldzüge am Rhein gegen diese Gegner durch und errang Erfolge, die ihm den Titel Germanicus Maximus einbrachten. Die Ausgabe dieses Antoninian steht in diesem Zusammenhang: Die Darstellung der Trophäe, umgeben von Gefangenen, ist eine Bekräftigung der kaiserlichen Macht und feiert die militärischen Siege, die dazu dienen sollten, das Ansehen des Herrschers bei Heer und Bevölkerung zu stärken. Zwei Jahre später, im Jahr 260, sollte die Gefangennahme Valerians durch die Sassanidischen Perser eine neue Phase der Reichskrise einleiten.
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