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Beschreibung
Vorderseite: IMP GALLIENVS P AVG
Rückseite: P M TR P VII COS
Auf der Rückseite ist Gallienus verschleiert und in eine Toga gekleidet dargestellt, stehend, nach links gewandt. In der linken Hand hält er ein kurzes, quer gehaltenes Szepter, während er mit der rechten Hand eine Patera über einem brennenden und verzierten Altar hält und damit die rituelle Geste der Libation vollzieht.
Diese Emission entstand in einem besonders angespannten Kontext für das Römische Reich. Die Regierungszeit des Gallienus (253?268) fällt in die sogenannte Krise des 3. Jahrhunderts, geprägt von wiederholten Einfällen an den Grenzen am Rhein und an der Donau, der Abspaltung des Gallischen Sonderreichs im Westen unter Postumus ab 260 sowie der Gefangennahme seines Vaters Valerian durch die Sassaniden im selben Jahr ? ein beispielloser Vorgang in der römischen Geschichte. Gallienus, nun alleiniger Herrscher über den zentralen Teil des Reiches, stützte sich vor allem auf Mailand als strategische Basis, um die Verteidigung Italiens und der westlichen Provinzen zu organisieren.
Die Opferdarstellung auf der Rückseite hat eine starke politische Dimension: Indem er sich bei der Durchführung traditioneller Riten zeigt, bekräftigt Gallienus seine Frömmigkeit gegenüber den Göttern Roms und seine kaiserliche Legitimität zu einer Zeit, in der seine Autorität stark angefochten wurde. Die Münzstätte Mailand, unter seiner Herrschaft besonders aktiv, spielte eine wesentliche Rolle bei der Versorgung der Heere mit Münzgeld und bei der Verbreitung kaiserlicher Propaganda durch die Münzprägung.
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