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Beschreibung
Dieses koreanische Amulett wird auf die Zeit zwischen 1850 und 1910 datiert. Die Vorderseite zeigt die Darstellung eines Kranichs mit nach hinten gedrehtem Kopf. Die Rückseite trägt Segensaufschriften (????????????) gemäß einer ikonografischen Tradition, die für Amulette dieser Periode typisch ist.
Diese Objekte, die an der Grenze zwischen Münze und Talisman stehen, wurden als Schutz gegen böse Geister getragen oder aufbewahrt und sollten Wohlstand anziehen. Der Kranich ist in der ostasiatischen Symbolik mit Langlebigkeit, Weisheit und Unsterblichkeit verbunden. Diese Amulette waren in der Bevölkerung weit verbreitet und wurden oft in Handarbeit oder in kleinen Serien von lokalen Werkstätten hergestellt, außerhalb der offiziellen Münzprägung.
Die Periode von 1850 bis 1910 entspricht einer Epoche großer politischer Umwälzungen in Korea, geprägt vom Ende des Joseon-Königreichs und der schrittweisen Annexion des Landes durch Japan im Jahr 1910. In diesem Kontext der Instabilität kam diesen Schutzobjekten eine verstärkte symbolische Bedeutung in der Zivilbevölkerung zu.
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