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Beschreibung
Dieser 100-Escudos-Schein wurde von Portugiesisch-Guinea ausgegeben und trägt das Datum des 17. Dezember 1971. Er gehört zu einer Währungsserie, die im Rahmen der portugiesischen Kolonialverwaltung in diesem westafrikanischen Territorium ausgegeben wurde, das heute als Guinea-Bissau bekannt ist und 1974 seine Unabhängigkeit erlangte.
Der Schein ist Nuno Tristão gewidmet, einem portugiesischen Seefahrer und Entdecker des 15. Jahrhunderts, der als einer der ersten Europäer gilt, der die Küsten Westafrikas erkundete, insbesondere die Regionen des heutigen Guinea-Bissau. Seine Darstellung auf diesem Schein spiegelt die Politik des portugiesischen Estado Novo wider, der historische Persönlichkeiten aus dem Zeitalter der Entdeckungen hervorhob, um die Kolonialherrschaft zu legitimieren.
Diese Art von Banknote stellt ein bedeutendes historisches Zeugnis der portugiesischen Kolonialzeit in Afrika dar. Der Escudo war die offizielle Währung der überseeischen Gebiete unter portugiesischer Verwaltung, und Banknoten dieses Typs kursierten parallel zu denen, die für das kontinentale Portugal ausgegeben wurden, mit eigenen, auf jedes Territorium abgestimmten Serien.
Aus numismatischer Sicht stellt dieser Schein ein Exemplar vom Ende der portugiesischen Kolonialzeit dar, das nur wenige Jahre vor der Dekolonisierung ausgegeben wurde. Banknoten aus Portugiesisch-Guinea sind heute bei Sammlern gefragt, die sich auf portugiesische oder afrikanische Kolonialnumismatik spezialisiert haben, insbesondere aufgrund ihrer historischen Bedeutung und ihrer im Vergleich zu den Metropolausgaben begrenzten Auflage. Das genaue auf diesem Schein aufgedruckte Datum, der 17. Dezember 1971, entspricht dem offiziellen Genehmigungs- oder Umlaufdatum, wie es von der damaligen Ausgabebehörde aufgedruckt wurde.
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